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Sirenenalarm - was ist zu tun?!

Als erstes sollten Sie feststellen, ob es sich um einen Probealarm handelt.

  1. Sie sollten also auf die Folge und Länge der Sirenentöne achten (Tonfolge der Sirenen und der gesamte Ablauf eines Probealarms ist unten näher erläutert - oder auch im Schema oben auf dem Bild zu erkennen).
  2. Bewahren Sie Ruhe.
     
     
    Ist es ein Ernstfall (z.B. Großschadensereignis in der Nähe oder ein Chemieunfall mit Windrichtung zu Ihnen), gehen Sie wie folgt vor:
     
  3. Gebäude aufsuchen, Fenster und Türen schließen, ggfs. Lüftung abschalten.
  4. Schalten Sie einen lokalen Radiosender ein (z.B. WDR2, Radio Berg) und verschaffen Sie sich weitere Informationen. Bitte sehen Sie davon ab, den Notruf für Auskünfte zu wählen! Die 112 steht nur für akute Notfälle bereit.
  5. Geben Sie die Informationen in Ihrem Umfeld weiter. Denken Sie auch an schwerhörige Nachbarn, spielende Kinder oder Menschen mit Behinderungen, die sich nicht selbst helfen können.

 

Sirenensignale und ihre Bedeutung:

Im Allgemeinen sind es wenige, verschiedene Signale, die eine Sirene von sich gibt. Diese unterscheiden sich zum einen in den Unterbrechungen und dem auf- und abschwellenden Heulton sowie in der Dauer des Signals:

  • Warnung "Feueralarm": Ein dreimaliger Heulton von 15 Sekunden
    (Alarmierung der Feuerwehr, nur bei höheren Alarmstufen)
  • Warnung "Zivilschutzalarm": Eine Minute auf- und abschwellender Heulton
  • Entwarnung: Dauerton von einer Minute

 

 

Ablauf eines "Probealarms zur Zivilschutzwarnung":

Der Probealarm dient der Funktionsüberprüfung, die Quartalsweise am jeweils ersten Samstag ab 12:00 Uhr durchgeführt wird.
Drei Signale von je einminütiger Dauer werden von der Kreisleitstelle in jeweils fünfminütigem Abstand voneinander ausgelöst:

  • 12:00 Uhr eine Minute Dauerton - Bedeutung: "Entwarnung"

  • 12:06 Uhr eine Minute auf- und abschwellender Heulton - Bedeutung: "Warnung/m bzw. Zivilschutzalarm"

  • 12:12 Uhr eine Minute Dauerton - Bedeutung: "Entwarnung"

 

Die Situation heute:

Die Feuerwehr in Leichlingen wird seit Anfang der 80er Jahre über die sogenannten "Meldeempfänger" - kurz als "Piepser" bezeichnet - alarmiert. Der laute Feueralarm über die Sirene war damit nicht mehr erforderlich.

Mit Ende der politischen Spannungen zwischen den Ost- und Westmächten verlor auch der Bevölkerungsschutz an Bedeutung, die Sirenenwarnung und -wartung geriet so - nicht zuletzt aus Kostengründen - in Vergessenheit. Mit den häufiger und gefährlicher werdenden Naturereignissen und dem Bedarf einer Warnung der Bevölkerung im Unglücksfall entwickelt sich ein Trend, alte Sirenen wieder in Betrieb zu nehmen. Es gewinnt die Erkenntnis Oberhand, dass die Sirenen ein durchaus hilfreiches Mittel zur allgemeinen Warnung sind.

Was aber passiert im Ernstfall, bis es soweit ist? Eine Sirene ist immer nur ein Teil des Systems, das die Bevölkerung warnen und informieren soll. Neben den dann in Rundfunk und Fernsehen verbreiteten Informationen sind in diesem Fall auch Lautsprecherdurchsagen vorgesehen, die im Regelfall von der Feuerwehr durchgeführt werden.

Diese Signale gelten für Deutschland. Im Rahmen der Standard-Anpassung der Europäischen Union wird mittlerweile auch über ein einheitliches Sirenensignal diskutiert - die Umsetzung ist ungewiss. Auch wenn der Feueralarm für Sie als Bürger kaum Bedeutung hat, sollten Sie wissen, was die zwei anderen Signale für Sie bedeuten. Generell können Sie davon ausgehen, dass der Zivilschutzalarm nicht ohne konkreten Anlass ertönen wird.

 

 

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